“Servus” möchte ich euch heute sagen. Denn meine Zeit als Leiter der Beratungs- und Informationsstelle Berufe der Kirche neigt sich dem Ende entgegen. „Quo vadis?” fragt ihr vielleicht, dem Jahresmotto der Berufungspastoral entsprechend: “Wohin gehst du?”. Ich gehe nach Maria Rosenberg!
Fünfeinhalb Jahre in der Berufungspastoral tätig zu sein, war für mich ein großes Privileg.
Viele Aktionen werde ich mein Leben lang nicht vergessen: angefangen bei der Schiffahrt nach Köln mit dem Weltjugendtagskreuz im März 2005 bis zum 30-Tage-Gebet im Oktober letzten Jahres. Die Speyerer Jugendvesper werde ich ebenso vermissen wie die Infotage für Interessentinnen und Interessenten an pastoralen Berufen oder die Besuche in den Schulen.
Ich habe eine Menge ernsthafter und hochmotivierter junger – und junggebliebener – Leute kennenlernen dürfen, die mich selbst in meiner Berufung als Priester gestärkt haben. Weil es euch gibt, habe ich in diesen Zeiten des Umbruchs richtig Hoffnung bekommen für die Diözese, und zwar ganz gleich, auf welche Weise auch immer ihr am Ende ihre Berufung lebt – als Priester oder in einem pastoralen Beruf, in einer Ordensgemeinschaft oder als Mutter oder Vater.
Ich habe viel Unterstützung erfahren
- von Bischof Anton Schlembach und seinem Nachfolger, Bischof Karl-Heinz Wiesemann, denen die Berufungspastoral immer ein Herzensanliegen gewesen ist;
- von meinem unmittelbaren Chef, Domkapitular Josef Damian Szuba;
- von Frau Alexandra Stiefel im Sekretariat des Priesterseminars, ohne deren tatkräftige Hilfe und Sinn fürs Organisatorische ich aufgeschmissen gewesen wäre;
- von den drei Regenten Otto Schüßler, Johannes Pioth und Markus Magin, mit denen das Zusammenspiel immer unkompliziert war;
- vom „Runden Tisch Berufungspastoral“, meinem von Ideen oft übersprudelnden Kreativteam, mit denen ich viele Veranstaltungen vorbereiten und durchführen durfte, vor allem auch den beiden Diözesanreferenten Marianne Steffen und Matthias Zech;
- von unzähligen Frauen und Männern in der Seelsorge und in den Ordensgemeinschaften, die das Anliegen der Berufungspastoral auf so vielfältige Weise unterstützt haben – nicht zuletzt durch ihr Beispiel und ihr Gebet.
Mein Nachfolger, Pfarrer Carsten Leinhäuser, darf sich also auf viele tolle Leute freuen. Und ihr euch auf ihn. Denn er bringt für seine kommende Aufgabe beste Voraussetzungen mit: Er hat viel Erfahrung in der Jugendarbeit und beschreitet als Internetspezialist, Blogger und Twitterer schon lange neue Wege, um die Frohe Botschaft unter die Leute zu bringen und junge Menschen anzusprechen. Da er zudem für die Ministrantenpastoral zuständig sein wird, werden sich gute Synergieeffekte ergeben. Bei der großen Wallfahrt nach Rom könnt ihr ihn schon bald kennenlernen.
Wer einmal für die Berufungspastoral begeistert worden ist, den lässt sie nicht mehr los. Und so nehme ich das Anliegen auch mit in die Westpfalz.
Herzlich grüßt euch und freut sich auf jedes Wiedersehen im Geistlichen Zentrum Maria Rosenberg
Euer Volker Sehy



