Am 10. Oktober 2017 ist Priesterweihe in Rom. An diesem Tag wird auch Maximilian Brandt aus Bad Dürkheim dort geweiht.
Die Stabsstelle „Berufungspastoral Speyer“ und verschiedene ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben sich Gedanken gemacht und 15 Fragen entwickelt.  Die Priesteramtskandidaten konnten sich daraus sechs auswählen und beantworten. Hier seine Fragenauswahl und die Antworten dazu:

 

Ø Was willst du mit deiner Arbeit bewirken?
Ich möchte die Menschen durch mein Wirken zum Nachdenken bringen. Zum Nachdenken über den Sinn des Lebens und was ihnen Erfüllung gibt. Wenn sie durch meine Arbeit dabei die Nähe Gottes spüren dürfen und erfahren, daß sie seine geliebten Kinder sind, hat sich jede Anstrengung gelohnt.

 
Ø Was gibt dir Sicherheit, dass deine Entscheidung richtig ist?
Hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht. Die Nachfolge Jesu bleibt immer ein Abenteuer. Ich wusste nie, wohin der nächste Schritt geht und manchmal habe ich auch anders geplant, als es dann gekommen ist.
Aber im Rückblick war alles gut, wohin Gott mich geführt hat.
Das gibt mir Mut für den weiteren Weg und die Gewissheit, daß
Gott überall mit- und vorausgeht.

 
Ø Wo bleibt Jesus bei dir? Hat er Platz in deiner Arbeit?
Jesus ist für mich der tragende Grund meiner Arbeit: Die Gebetszeiten helfen mir dabei, mir immer wieder dessen bewusst zu werden. Durch Ihn erst bekommt meine Arbeit ihren Sinn.
Seine Gegenwart durchdringt sie ganz. Und auch wenn es einmal viel zu tun gibt, hat Jesus Platz: Weil Er mir in jedem Menschen begegnet.

 
Ø Wie schaut dein Tagesablauf aus?
Der Tagesablauf ist strukturiert vom Gebet. Besonders morgens und abends, wenn alles still ist, sind mir diese Zeiten wichtig – sie helfen mir, mich vor Gott auf den Tag vorzubereiten bzw. ihn in seine Hände zurückzulegen.
Für mich ist wichtig, auch während des Tages immer wieder diese Punkte der Begegnung mit Gott zu haben: In der Feier der Eucharistie und Gebetszeiten, die aber variieren: Denn die Arbeit gibt auch viel vor und manchmal muss man spontan sein.
Ich denke aber, es ist wichtig, bei aller Arbeit auch für sich selbst zu sorgen: So gehören für mich die regelmäßigen Essens- und Ruhezeiten auch zu einem guten Tagesablauf – damit ich den Menschen mit ganzer Kraft dienen kann.

 

Ø Ist der Zölibat in der heutigen Zeit noch sinnvoll?
Natürlich ist der Zölibat gerade heute eine Lebensform, die Anstoß erregen kann. Man kann aber viele Priester und Ordensleute sehen, die im Zölibat glücklich sind.
Ich meine, daß der so gelebte Zölibat gerade dadurch Anlass gibt, über das eigene Leben nachzudenken, über das, was das Leben wertvoll macht und wie man glücklich werden kann.
Der Zölibat ist für mich die persönliche Antwort auf den Ruf Gottes: Ich möchte Ihn mit meiner ganzen Existenz bezeugen und auch ganz dasein für die Menschen.
Der Zölibat ermöglicht die Freiheit, die es dazu braucht und setzt viele Kräfte frei. Ein so gelebter Zölibat ist für mich die überzeugendste Predigt vom lebendigen Gott – ganz ohne Worte.

 

Ø Woran erkennt man, dass man berufen ist?
Berufen ist jeder – Gott hat für jeden Menschen einen Plan. Dort, wo ich erfüllt und glücklich bin, wo ich „ich selbst“ sein kann, bin ich der, zu dem Gott mich berufen hat. Es ist wichtig, auf die leise Stimme Gottes aus dem Inneren zu hören und auch auf das, was Freunde mir sagen. Gott spricht auf diese Weise und sagt mir, wo er mich haben will – wo ich wirklich glücklich werde – und Er setzt mir die Unruhe ins Herz, seinem Ruf zu folgen.

 

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„Seid keine Serviceanbieter, sondern Dienerinnen und Diener.“
Weihbischof Otto Georgens in der Predigt.

Diakonweihe von Christoph Herr am 10. September 2017 in Germersheim, St. Jakobus.
Weitere Bilder auf Facebook unter: Berufungspastoral Speyer

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Speyerer Jugendvesper am 03.09.17

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