Gott unfiltriert

28. Februar 2017

GOTT UNFILTRIERT
Vielleicht ist es dir auch schon so ergangen:
– Du hattest eine Frage an Gott und hofftest sehnlichst darauf, dass dein_e Lieblingsprediger_in endlich mal darüber sprechen würde.
– Du suchst manchmal händeringend nach inspirierenden Gedanken für dich selbst oder für andere und klickst dich dafür manchmal durch die Internetseiten dieser Welt?
– Du hast schon unzählige Stunden in Gesprächen verbracht und darauf gehofft, endlich mal einen „göttlichen Zugang“ zu bekommen?

Dann möchten wir dich besonders in der vor uns liegenden Fastenzeit zu einem scheinbar völlig unspektakulären Schritt einladen, zu „Gott unfiltriert“.
Nein – nicht zu „Gott an der Biertheke“, einer „Theologie vom Fass“ oder so… Sondern scheinbar viel unspektakulärer: zum Wort Gottes selbst.

– Öffne eine Bibel App (z.B. http://evangeliumtagfuertag.org/M/DE/)
oder schlage deine BIBEL auf, um direkt und ungefiltert Gottes Wort zu empfangen.
– Erzähl Jesus deine aktuelle Frage ungefiltert in einem Gebet.
Gerne stehen wir für Rückfragen und Unterstützung zur Verfügung und wir werden uns in der Fastenzeit auf diesem Kanal wieder melden. Gerne auch hier: https://www.facebook.com/BerufederKirche/

Herzliche Grüße
Pfr. Ralf Feix
Pastoralreferentin Sandra Petrollo-Shahtout

Mail an: info@dein-leben-dein-weg.de, rfe@bistum-speyer.de
oder sps@bistum-speyer.de

 

Die folgende Kurzanleitung zum kontemplativen Gebet möchte Unterstützung bieten:
Gott – unfiltriert.
Kurzanleitung zum kontemplativen Gebet.

Nimm dir einen Platz. Sitze ruhig und aufrecht.
Lege die Hände in den Schoß oder lass die Hände auf den Oberschenkeln ruhen. Ich selbst lege sie gerne ineinander.
Die Augen sollten nicht umherschweifen und beobachten. Sie sind nur ein wenig geöffnet oder aber geschlossen. Atme bewusst und ruhig ein und aus.
Der Atem geht ganz von selbst und soll so gehen, wie er gehen will. Versuchen Sie entspannt, gesammelt und aufmerksam da zu sein.
Sprich nur innerlich, ohne weiter darüber nachzudenken, einen einzigen kurzen Gebetssatz oder nur ein einziges Wort aus dem Gebetsschatz der geistlichen Tradition. – Die Tradition empfiehlt die biblischen Worte: „Herr Jesus Christus, erbarme dich meiner.“ oder „Mein Herr und mein Gott.“ oder ganz einfach nur „Jesus“, „Christus“ oder „Gott“. Du kannst auch die alte urchristliche Gebetsformel „Maranatha“ nehmen, die soviel bedeutet wie „Unser Herr, komm!“ und sie betont langsam in sich wiederholen und erklingen lassen. – Wähle selbst aus.
Während du gesammelt meditierst, versuche die Gedanken und inneren Bilder, die kommen nicht zu beachten. – Kehre immer wieder zu deinem inneren Gebetswort oder -satz zurück und wiederhole diesen. Diese Worte sind wie ein Anker, an dem du dich festmachen kannst. Kommen Gedanken immer wieder hartnäckig daher, dann wende ich gerne die „Schiffchenmethode“ an. Stell dir vor, du sitzt an einem Fluss. Dort fahren Schiffe vorbei. Lege die Gedanken, die dich nicht loslassen auf das Schiff und lass die Gedanken fahren. Du kannst ihnen eine gute Fahrt wünschen, aber auch klar machen, dass du dich nicht mit ihnen beschäftigen kannst.
Versuche ganz ruhig und offen zu sein für das, was geschieht. Gib der Stille Raum und lass sie sich immer mehr in dir ausbreiten
Wenn dir die Sammlung nicht gelingen sollte, gib nicht gleich auf. Auch das Misslingen gehört zum Leben. Hab Geduld. Gott hat sie auch.
Schenke Gott das Vertrauen darauf, dass er mit dir ist, dich umfängt, trägt und hält.
Pfr. Ralf Feix

 

Ich will sitzen

und will schweigen
und will hören,
was Gott in mir redet.

Meister Eckehart (1260 – 1327)

 

 

Previous post:

Next post: