Eine Woche in Taizé 2018 – ein kleiner Rückblick

20. Oktober 2018

 

Eine Woche in Taizé 2018

Vom 30. September bis zum 07. Oktober nutzten 46 Jugendliche und Junge Erwachsene das Angebot der Stelle „Berufungspastoral Speyer“ in Kooperation mit dem „BDKJ Speyer“ und machten sich auf den Weg nach Taizé.
Björn, 27 Jahre Sophia, 17 und Eva, 21 berichten hier allgemein und persönlich über diese Zeit:
Um Viertel nach acht läuten die Glocken. Das Morgengebet der Communauté de Taizé beginnt gleich. Einige Leute, meist junge, sind schon in der Kirche, doch die meisten kommen erst jetzt. Unter diesen vielen Menschen: wir, die Gruppe aus dem Bistum Speyer. Für eine Woche hatten wir uns aufgemacht zu dem kleinen Ort in Frankreich, um in dieser Zeit das Leben mit den Brüdern und anderen Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu teilen. Dreimal täglich finden die Gebete statt, deren Hauptelement die Gesänge von Taizé sind. Ein einfacher Satz wird mit einer eingängigen Melodie immer und immer wieder wiederholt und erzeugt so eine meditative Stimmung. Zwischen den Gebeten finden Bibelgespräche statt. Ein Bruder der Gemeinschaft führt kurz in die Bibelstelle ein. Anschließend wird sich in Kleingruppen über die Bibelstelle zu bestimmten Fragen ausgetauscht. Ein wichtiger Tagespunkt ist die Mithilfe bei bestimmten Arbeiten in der Gemeinschaft. Denn Arbeit gibt es in Taizé immer und reicht z.B. von kochen, abwaschen zu putzen und aufräumen in viele Bereiche des Alltagsleben von Taizé. Die Abendgebete am Freitag und am Samstag sind im Vergleich zu den anderen besonders. Am Freitag wird an das Leiden Jesu erinnert. In diesem Gebet hat jeder die Möglichkeit vor dem liegenden Kreuz zu beten. Im Gegensatz dazu geht es am Samstag um die Auferstehung Jesu. Diese wird mit Kerzen gefeiert, welche die Kirche hell erleuchten. Ein beliebter Ort der Jugendlichen ist das Oyak, ein kleines Haus, in dem sich ein Laden befindet. Dort lassen sich zu günstigen Preisen die wichtigsten Dinge kaufen wie Kaffee oder Tee und warmes Essen wie Nudelsuppe oder Crêpes. Abends, nach dem Gebet wird das Oyak sehr voll. Dann kommen die meisten Jugendlichen, jungen Erwachsenen und Betreuer an diesen Ort, um gemütlich beisammen zu sein, sich zu unterhalten und zu singen. Für uns, die Gruppe aus Speyer, ging die Woche am Sonntag zu Ende. Nach der morgentlichen Messfeier ging es mit vielen Eindrücken, Erlebnissen und neuen Freundschaften/Bekanntschaften zurück nach Hause in das normale Leben.
Björn, 27 Jahre aus Kaiserslautern schreibt persönlich weiter: Für mich war diese Woche mein drittes Mal in Taizé. Wichtig für mich diese Woche war der Abstand von Alltag und Arbeit. Dies ist sehr gut in Taizé möglich. Mein Highlight der Woche war das Abendgebet am Samstag, wenn so viele Kerzen brennen. Das ist immer eine besondere Atmosphäre. Aber auch die Gespräche in der Bibelgruppe haben mir geholfen, meinen Glauben in einen neuen Blickwinkel zu sehen.
Sophia, 17 Jahre aus Blieskastel berichtet folgendes: Dieses Jahr war ich das erste Mal in Taizé. Bevor wir losfuhren wusste ich wenig über Taizé. Ich wusste eigentlich nur, dass viel gesungen wird und der Handyempfang schlecht sein soll. Von Anfang an war ich beeindruckt von der Offenheit und Freundlichkeit, mit der man sich in Taizé begegnet. Egal welche Sprache man spricht, woher man kommt oder welcher Konfession man angehört: man wird immer freundlich begrüßt und findet Freunde aus der ganzen Welt. Auch die tägliche Arbeit wie putzen oder aufräumen hat uns erstaunlich viel Spaß gemacht. Die Bibeleinführungen waren nicht nur lehrreich, sondern auch Dank Bruder Kombo witzig gestaltet. Die anschließenden Treffen in Kleingruppen machten besonders viel Spaß. Das Schönste an ganz Taizé waren jedoch die Gottesdienste. Alle sind zusammen in der Kirche, leben ihren Glauben aus und singen zusammen die wunderschönen Taizégesänge. Am Freitag wurde an den Tod Christi erinnert und am Samstag folgte mein persönliches Highlight der Woche: Die Nacht der Lichter. In der Nacht der Lichter wird die Auferstehung Jesu gefeiert. Jeder bekommt eine Kerze. Während dem Gottesdienst wird ein Licht an der Osterkerze entzündet welches von Person zu Person weiter gegeben wird bis die ganze Kirche hell erleuchtet ist.
Taizé war für mich eine wunderschöne Erfahrung. Besonders möchte ich mich bei unseren Begleiterinnen, Begleitern und bei den lieben Menschen, die ich kennengelernt habe bedanken, da sie diese Zeit in Taizé für mich so unvergesslich gemacht haben.
Eva, 21 aus Kaiserslautern, die das siebte Mal dort war, fasst für sich zusammen: Taizé war gut, um mal den Alltag zu vergessen, mal wieder viele neue Menschen kennenzulernen und einfach Zeit für Gott zu haben. Es ist immer wieder schön solche Auszeiten, am besten bei gutem Wetter wie dieses Jahr zu genießen. Die vielen Inspirationen und der andere Austausch über Glaube sind für mich dabei sehr wertvoll. Es ist eben immer wieder eine Reise wert.

Bildcollage: Miriam Steigleder

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