Pastoralreferent/in

Was ist ein Pastoralreferent/ eine Pastoralreferentin?

  1. „Pastoralreferent / Pastoralreferentin“ bezeichnet einen hauptberuflichen pastoralen Dienst in der Katholischen Kirche.
  2. Er steht Männern und Frauen offen. Aufgabe der Pastoralreferenten/-innen ist es, mit allen Christen nach Wegen zu suchen, wie das Evangelium gemäß der jeweiligen gesellschaftlichen und persönlichen Situation gelebt und bezeugt werden kann.
  3. In der Diözese Speyer arbeiten zur Zeit ungefähr 100 Männer und Frauen als Pastoralreferenten/-innen. Zwei Drittel der Berufsgruppe sind Männer, ein Drittel Frauen. Es gibt Vollzeit- und Teilzeitstellen. Mehr als die Hälfte sind in der Pfarrseelsorge eingesetzt.

Ihre Aufgabe ist es, in Absprache mit dem zuständigen Pfarrer eigenverantwortlich

  • auf die Feier der Sakramente vorzubereiten (Taufe, Erstkommunion, Firmung, Ehe),
  • Begräbnisfeiern zu leiten,
  • christliche Jugendarbeit zu fördern,
  • Gruppen zu begleiten (z. B. Kreis Junger Frauen, Kolping, Seniorengruppe, Kindergartenteam),
  • Gottesdienste zu gestalten,
  • in Wortgottesdiensten zu predigen,
  • Projekte zu initiieren (z. B. Eine-Welt-Kreis, Besuchsdienst …),
  • Schulunterricht zu erteilen

In Gefängnissen, Krankenhäusern, Schulen, in der Erwachsenenbildung und als Fachreferenten/-innen im Bischöflichen Ordinariat bringen ca. 40 „Spezialisten“ ihre Talente ein. Sie arbeiten weitgehend selbstständig in diesen „kategorialen Bereichen“ und unterstützen je nach Fachgebiet ihre haupt- und ehrenamtlichen Kolleginnen und Kollegen.

Unter anderem trifft man in diesen Einsatzbereichen Pastoralreferentinnen und Pastoralreferenten,

  • die in Seelsorgegesprächen Menschen trösten und begleiten,
  • die als Religionslehrer an Gymnasien und Berufsbildenden Schulen wirken,
  • die Konzepte zum Firmunterricht erstellen,
  • die neue Formen der Glaubensvermittlung mit Erwachsenen erproben,
  • die Erzieherinnen im Kindergarten beraten,
  • die Veranstaltungen, Ausstellungen, Vorträge organisieren und gestalten,
  • die Besinnungstage für ältere Menschen durchführen.

Studium und Ausbildung zum Pastoralreferenten/zur Pastoralreferentin im Bistum Speyer

Dem Studium der Katholischen Theologie (Diplom oder Magister Theologiae) folgt eine zweijährige Pastoralpraktische Ausbildung am Priesterseminar in Speyer. Nach der Aussendung durch den Bischof und der Zweiten Dienstprüfung, die nach zwei oder drei Jahren Assistentenzeit abgelegt wird, wird man zur Pastoralreferentin/zum Pastoralreferenten ernannt.

Ab Ende des 2. Studiensemesters wird die Teilnahme am BewerberInnenkreis für den Beruf des Pastoralreferenten/der Pastoralreferentin in der Diözese Speyer erwartet. Interessierte junge Menschen treffen in diesem Kreis auf andere Studierende, mit denen sie sich über gemeinsame Themen austauschen können. In Praktika und Veranstaltungen mit erfahrenen Pastoralreferenten/-innen lernen sie den zukünftigen Beruf kennen. Besinnungstage fördern Lebensentscheidungen und führen in das Geheimnis der Berufung ein.

Übersicht:

  1. Studium der Katholischen Theologie (Diplomstudiengang)
  2. Teilnahme am Bewerberkreis
  3. Pastoralpraktische Ausbildung
  4. Aussendung durch den Bischof
  5. Assistenzzeit in einer Pfarrei
  6. Zweite Dienstprüfung
  7. Pastoralreferent/-in in einer Pfarrei oder in einem speziellen (Fach-) Gebiet